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Die Lücke, die der Teufel lässt |
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Die Lücke, die der Teufel lässt |
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"Jahrhunderte lang lagen im Schrifttum die Dinge so, daß einer geringen Zahl von Schreibenden eine vieltausendfache Zahl von Lesenden gegenüberstand. Darin trat gegen Ende des 19, Jahrhunderts ein Wandel ein. Mit der wachsenden Ausdehnung der Presse, die immer neue politische, religiöse, wissenschaftliche, berufliche, lokale Organe der Leserschaft zur Verfügung stellte, gerieten immer größere Teile der Leserschaft unter die Schreibenden. Es begann damit, daß die Tagespresse ihnen ihren >Briefkasten< eröffnete, und es liegt heute so, daß es kaum einen im Arbeitsprozeß stehenden Europäer gibt, der nicht grundsätzlich irgendwo Gelegenheit zur Publikation einer Arbeitserfahrung, einer Beschwerde, einer Reportage oder dergleichen finden könnte."
(Walter Benjamin, Kunstwerk, leicht abgeändert)
Dr. Jürgen Nielsen-Sikora - juergen.sikora(at)uni-koeln.de